2019

Geförderte Projekte aus dem Aktions- und Initiativfonds und aus dem Jugendfonds 2019: 
Aktions- und Initiativfonds

2019 wurden in zwei Ausschreibungsrunden insgesamt 25 unterschiedliche Projektvorhaben aus dem Aktions- und Initiativfonds gefördert. In der ersten Ausschreibungsrunde wurden zehn Projekte und in der zweiten Ausschreibungsrunde fünfzehn Projekte gefördert. Nachfolgend finden Sie eine Projektbschreibung der geförderten aus dem Aktions- und Initiativfonds sowie aus dem Jugendfonds.

1. Ausschreibungsrunde:

Lesung und Diskussion mit der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor
(Förderverein der Gesamtschule Ahlen)

Lamya Kaddor ist Vertreterin eines liberalen und aufgeklärten Islams und tritt für einen offenen Dialog der Kulturen und Religionen ein. In ihrem neuen Buch „Die Sache mit der Bratwurst“ bringt sie Klischees über muslimisches Leben in Deutschland zur Sprache. Damit werden vorgefasste Meinungen in Frage gestellt mit dem Ziel, selbst Einfluss zu nehmen, um ein respektvolles und von Akzeptanz geprägtes Miteinander im Alltag zu leben.


„Mut zu Erinnerung – Mut zu Zivilcourage“ Besuch des Kriegsgefangenen- und Konzentrationslagers Bergen-Belsen
(Förderverein der Gesamtschule Ahlen)

Jugendliche der zehnten Jahrgangsstufe haben einen Museumskoffer zum Thema Mut und Zivilcourage entwickelt. Sie haben sich mit historischen Personen auseinandergesetzt, die außerordentliche Zivilcourage gezeigt haben. Der Besuch der Gedenkstätte Konzentrationslager Bergen-Belsen ergänzt das Unterrichtsprojekt, indem es Hilfestellung gibt, die eigene gesellschaftliche Verantwortung in der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus zu erkennen.


Stadtteilfrauentreff
(Stadtteilforum Süd/ Ost e.V.)

Ziel ist es, Frauen mit und ohne Migrationshintergrund die Möglichkeit zu geben, sich zu treffen, auszutauschen, gegenseitige Vorurteile abzubauen und sich selbst als Teil einer demokratischen Gesellschaft zu sehen. Durch die Begegnung sollen gegenseitige Vorurteile abgebaut und Bedingungen für eine gelungene Integration geschaffen werden. Wöchentlich werden unter anderem verschiedene Themen angesprochen.


"Miteinander statt Gegeneinander" - Theater gegen Mobbing
(Förderverein der Städtischen Sekundarschule)

Einführung theaterpädagogischer Arbeitsformen in vier Klassen der 6. und 7. Jahrgangsstufe. Ziel des Theaterstücks ist es, die Schüler*innen zur Auseinandersetzung mit dem Thema Mobbing anzuregen. Den Schluss des Stücks gestalten die Schüler*innen in Kleingruppen selbst. Anschließend wird dieser den Mitschüler*innen aufgeführt.


"Vielfalt statt Einfalt"
(Aids-Hilfe Ahlen e.V.)

Die Aktionswoche setzte sich zum Ziel, unterschiedliche Lebensstile ohne Bevorzugung oder Wertung eines einzelnen zu zeigen und die Auseinandersetzung mit eigenen Vorstellungen, Klischees und Rollenbildern anzuregen. Verschiedene Kulturveranstaltungen thematisierten zudem sexuelle Vielfalt und den Umgang mit HIV-Erkrankten. Beispielsweise fanden Lesungen mit Matthias Gerschwitz in unterschiedlichen Jugendeinrichtungen und Schulen sowie eine öffentliche Filmnacht im CinemAhlen statt. Die Aktionen fanden in der Woche vom 13.05.2019 bis zum 17.05.2019

Lesung) Unter dem Motto »Vielfalt, Respekt und Coming‐out« las Matthias Gerschwitz aus seinen Büchern »Endlich mal was Positives« und »Frischfleisch war ich auch mal« in der Sekundarschule, der Gesamtschule und im Juk-Haus. »Endlich mal was Positives« beschreibt den Umgang mit HIV, einer Infektion, die heute noch viel Ausgrenzung und Diskriminierung hervorruft, »Frischfleisch war ich auch mal« befasst sich unter anderem mit Coming‐out‐Erfahrungen zu einer Zeit, als der §175 noch Bestandteil des Strafgesetzbuches war. Beide Bücher sind sehr persönlich, und Matthias Gerschwitz stellt sich offen den Fragen und Anmerkungen seiner Zuhörer*innen. Die Veranstaltung sollte in lockerer Atmosphäre Informationen transportieren, Vorurteile abbauen sowie Austausch und Gespräche ermöglichen.

Filmnacht) Den Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie nahm die AIDS-Hilfe Ahlen e.V. – Beratungsstelle für den Kreis Warendorf zum Anlass für eine Filmnacht. Zwei Filme wurden an diesem Abend gezeigt: Im Film „Der verlorene Sohn“ erfuhr der strenggläubige Vater von der Homosexualität seines Sohnes er und drängte ihn zur Teilnahme an einer Reparativtherapie. Diesen fragwürdigen Umerziehungsmaßnahmen werden in den USA auch heute noch jährlich ca. 77.000 Jugendliche unterzogen, und auch in Deutschland ist sie bisher nicht verboten. Der Film „Girl“ begleitet die 15 Jährige Lara, die im Körper eines Jungen geboren wurde, auf ihrem Weg, eine Prima-Ballerina zu werden. 


Fachtag für Vielfalt und Toleranz
(Förderverein des Städtischen Gymnasiums)

Im Rahmen der Erziehung zur Demokratie soll für die Jahrgangsstufen 5 und 6 ein regelmäßiger Fachtag stattfinden, dessen vornehmstes Ziel die Akzeptanz unterschiedlicher Lebensweisen in der Schule ist. Das Projekt findet sich damit im Einklang mit der Philosophie der „Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie“ sowie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Im Rahmen des Fachtags im Juli kam Nils Oskamp in die Schule, um aus seinem Buch "Die drei Steine" zu lesen, das sich thematisch mit dem Neo-Nationalsozialismus beschäftigt. Anschließend bestand die Möglichkeit für die Schüler*innen zur Diskussion. Außerdem führte Malte Anders das theaterpädagogische Stück "Homologie" auf. Dieses setzte sich auf unterhaltsamer Weise mit dem Themenschwerpunkt der sexuellen Vielfalt auseinander.


Keep cool - das coole Coolnesstraining
(Jugendecke Nord/ Evangelischer Kirchenkreis e.V.)

Schwerpunktthema ist Gewalt, Kriminalität und deren Prävention, Zielgruppe sind weibliche und männliche Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Hier ist die Risikobereitschaft am größten, hier entstehen die prägendsten Negativmeilensteine in der Identitätsentwicklung. Konzeptelemente: Antiaggressions-/Antigewalttraining, Konflikte und Deeskalation, Prävention sexualisierter Gewalt, Ausbau der Empathiefähigkeit.


"Verrückt? Na und!"
(Jugendecke Nord/ Evangelischer Kirchenkreis e.V.)

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Auseinandersetzung mit dem Thema seelische Gesundheit. Ziel ist es, dass sich die Schüler*innen mit der Prävention von seelischen Erkrankungen auseinandersetzen. Außerdem sollen die teilnehmenden Jugendlichen lernen, wie sie respektvoll mit seelisch kranken Menschen umgehen können und Vorurteile gegenüber erkrankten Personen sollen abgebaut werden. Gleichzeitig werden demokratische Werte wie Gleichwertigkeit, Gerechtigkeit und Solidarität, Respekt und Wertschätzung erfahrbar gemacht. Der Projekttag gliedert sich in 1. Ansprechen statt Ignorieren; 2. Glück und Krisen; 3. Mut machen, Durchhalten, Wellen schlagen.


"Machtergreifung 1933: die Zerschlagung der Gewerkschaften bis hin zur Unterwerfung aller Organe unter der NS-Herrschaft"
(Gewerkschaft IG-Metall Gütersloh-Oelde)

Information und Aufklärung über nationalsozialistische Zwangsmaßnahmen nach der Machtergreifung 1933 machen aufmerksam auf rechtsradikale und –populistische Entwicklungen in Europa, ihre Parallelen, ihre Unterschiede. Mögliche Konsequenzen für die Europawahl wurden.


"Demokratie leben! In Kindertageseinrichtungen" (Überjähriges Projekt 2016 - 2019)
(AWO Ruhr-Lippe-Ems)

Als sich in Ahlener Kindertageseinrichtungen in der letzten Zeit immer mehr zeigte, dass Kinder Kontakt zu Gleichaltrigen aus anderen Kulturen ablehnten und Eltern offen bekannten, dass ihre Kinder unter der Zuwanderung litten, wurden bereits 2016 Maßnahmen mit dem Ziel ergriffen, Kindertageseinrichtungen und ihre Mitarbeitenden für diese Problematik zu sensibilisieren. In diesem Jahr soll die Arbeit in noch ausstehenden KiTas fortgesetzt werden. Das Projekt stellt einen zentralen Baustein der Partnerschaft für Demokratie dar. Die Initiative besteht aus drei Handlungsschritten: 1) Sensibilisierung der Kita und ihren Mitarbeitenden für ein Engagement für Demokratie, Menschenrechte und Teilhabe; 2)deutliches Zeichen setzen in der Erziehung zu Demokratie und zu Menschenrechten; 3) gemeinsame Verabredung zu Demokratiebildung und Demokratiehaltung mündet in einer „Ahlener Erklärung“.


2. Ausschreibungsrunde:

 

Planspiel zur Kommunalpolitik - "Entscheidung im Stadtrat"

(Förderverein Berufskolleg St. Michael)

In einem zweitägigen Planspiel lernen die Schüler*innen kommunalpolitische Strukturen kennen und schlüpfen in unterschiedlichste politische Rollen. Ziel des Planspiels ist es, den Jugendlichen vor Augen zu führen, welche demokratischen Strukturen in der Kommune bestehen und wie politische Entscheidungen getroffen werden. Durch die Partizipationserfahrungen soll außerdem ihr politisches Interesse gestärkt werden.


 Schwimmkurs für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund

(DLRG Bezirk Kreis Warendorf e.V.)

Frauen mit und ohne Migrationshintergrund sollen in einem geschützten Raum befähigt werden, die Fähigkeit des Schwimmens zu erlernen. Unter anderem durch die wertschätzende Atmosphäre soll durch das Projekt ein Beitrag zu einer gelungenen Integration  der Frauen und ihrer Angehörigen geleistet werden.


 Bewegt durch Ahlen – gemeinsam aktiv im Ahlener Sozialraum: "Eltern – Kind – Aktion „Nähen im Quartier"

(Forum gegen Armut e.V.)

Sich kennenlernen; gemeinsam aktiv sein; Freundschaften knüpfen; Austausch ermöglichen: Das sind nur einige von vielen Aspekten, die mit der gemeinsamen Aktion „Nähen im Quartier“ angestrebt werden. An einem Samstagnachmittag im September werden die teilnehmenden Familien in die Grundlagen des Nähens eingearbeitet. 


"First - togetherness"

(Förderverein der Sekundarschule Ahlen e.V.)

Das Projekt ist im Bereich der Gewaltprävention zu verorten. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen der Overberg- und Sekundarschule Ahlen. Die Organisator*innen setzen sich zum Ziel, den Schüler*innen vor Augen zu führen, warum es wichtig ist, Konflikte demokratisch zu lösen. Am 24.09 und am 25.09 ist Christoph Rickels in Ahlen zu Gast, der seit einem gewaltsamen Übergriff halbseitig gelähmt ist. Rickels will den Schüler*innen beider Schulen aufzeigen, dass Gewalt keine Lösung ist und weist auf die Folgen einer Gewalttat hin.


„Bin ich rechts? – reloaded“ – ein interaktives Theaterstück gegen Rechtsextremismus

(Förderverein der Gesamtschule)

Ein Theaterstück, das aus dem Ruder läuft, führt den Schüler*innen vor Augen, wie rechte Meinungsmache und rechtsextremistische Verschwörungstheorien funktionieren. Die Schüler*innen sollen in diesem Projekt im Umgang mit rechten Parolen und demokratiefeindlichen Tendenzen gestärkt werden und lernen, wie sie auf demokratiefeindliche Aussagen reagieren können. Bereits 2017 und 2018 waren die Theaterpädagog*nnen mit dem Vorgängerprojekt „Bin ich rechts?“ in Ahlener Schulen unterwegs. „Bin ich rechts? – reloaded?“ wird unter anderem neue Inhalte wie zum Beispiel das Thema "Umweltschutz" aufgreifen. Im Rahmen der Projektwoche vom 18.11.2019 bis zum 22.11.2019 ist das Stück für ausgewählte Klassen der Gesamtschule zu sehen.


 "Demokratie - alles nur Theater?"

(Bürgerzentrum Schuhfabrik)

Im Vordergrund des Projekts steht der partizipative Gedanke. Jugendliche erarbeiten ein umfangreiches Theaterstück, das sich mit einem Thema in Bezug das demokratische Gemeinwesen auseinandersetzt. Das Theaterprojekt beginnt im September. Im Dezember soll das Stück uraufgeführt werden. Termine werden in der Rubrik Veranstaltungen bekanntgegeben.


Mädchen stärken mit WEN DO

(Lunch Club Ahlen e.V.)

Zehn Mädchen des Lunch Clubs nehmen am 9. November an dem Selbstbehauptungstraining WEN DO teil. Ziel des Projekts ist es, ihnen nicht nur Selbstverteidigungstechniken zu vermitteln, sondern ihr Selbstwertgefühl und ihr eigenes Wohlbefinden zu stärken. Sie lernen, ihre eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und diese selbstbewusst zu artikulieren.


 Fortbildung im Bereich der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg

(Förderverein der Sekundarschule e.V.)

Konflikte demokratisch zu lösen bedarf unter anderem einer gewaltfreien Kommunikation. Eine gewaltfreie, respektvolle und wertschätzende Sprache ist der Schlüssel zu einem demokratischen Miteinander. Im Rahmen der geförderten Fortbildung werden Lehrer*innen, Buddys (Schüler*innen, die in besonderen Funktionen im Schulalltag wie z.B. als Streitschlichter*innen, Sanitäter*innen etc. tätig sind) und Eltern geschult, um einen Einblick in die gewaltfreie Sprache zu bekommen. Durch die Fortbildung sollen sie ihr Wissen beispielsweise an andere Schüler*innen weitertragen und so zu einem demokratischeren und wertschätzenderen Schulklima beitragen.


Tag der Begegnung im St. Vinzenz am Stadtpark

(Förderverein St. Vinzenz e.V.)

Der Förderverein des St. Vinzenz organisiert einen Tag der Begegnung und öffnet die Türen der Einrichtung der Behindertenhilfe. Ahlener*innen unterschiedlichen Alters sind herzlich eingeladen, die Bewohner*innen des Hauses in lockerer Atmosphäre kennenzulernen und mit ihnen aktiv zu werden. Außerdem ist es Ziel des Vorhabens, Informationen über Krankheiten zu vermitteln, um so Vourteile abzubauen. Wunsch ist es, nachhaltige Kontakte zwischen Ahlener*rinnen und Besucher*innen zu schaffen, um so einen Beitrag zu einer gelungenen Inklusion leisten zu können.

In Kürze wird der Termin in der Rubrik Veranstaltungen bekanntgegeben.


Der Löwe von Münster – mobiler Escaperoom

(Förderverein Gymnasium St. Michael)

Im Rahmen der Projektwoche „Schule mit Courage – Schule ohne Rassismus“ hatten Schüler*innen des Gymnasiums St. Michael und Firmengruppen die Möglichkeit, den mobilen Escaperoom im Gymnasium zu besuchen. Der einzigartige Escaperoom „Der Löwe von Münster“ spielt im Jahr 1941. Die Besucher*innen des Escaperooms, die in die Rolle einer vom NS-Regime verbotenen Pfadfindergruppe schlüpften, hatten den Auftrag, die Flugblätter von der Predigt von Kardinal van Galen zu finden. Ansonsten drohte ihrem Anführer der Gruppe höchstwahrscheinlich die Todesstrafe. Der Escaperoom verdeutlichte den Besucher*innen eine Welt, die fernab von demokratischen Prinzipien liegt, aber zur grausamen Geschichte Deutschlands gehört. Am Ende mussten die Besucher*innen entscheiden: Flugblätter verteilen oder verbrennen?


YoungCaritas Ferienaktion

(Caritas für das Dekanat Ahlen e.V.)

Ziel der Ferienaktion, die vom 29.07.2019 bis zum 02.08.2019 stattfindet, ist es, das soziale Miteinander junger Menschen zu stärken. Unterschiedliche Jugendliche ob mit oder ohne Fluchtgeschichte treffen sich und führen Aktionen aus. Highlight der Aktion ist der gemeinsame Bau und die Gestaltung einer Toleranzbank.


FilmNacht Solidarität statt Ausgrenzung

(AIDS-Hilfe Ahlen e.V.)

Die AIDS Hilfe Ahlen veranstaltet am 30.11.2019, einem Tag vor dem internationalen Weltaidstag, in Ahlen eine Filmnacht im CinemAhlen. Gezeigt werden zwei Filme, die die Thematik AIDS aufgreifen. Die Filme regen zur kritischen Auseinandersetzung der Besucher*innen an und greifen Vorurteile auf, mit denen Betroffene zu kämpfen haben. Die Filmnacht setzt ein Zeichen für Toleranz und Solidarität mit den Betroffenen. Unter anderem durch die Vermittlung von Informationsmaterialien sollen darüber hinaus Diskriminierungen abgebaut werden. Nähere Informationen zur Filmnacht werden in der Rubrik Veranstaltungen bekanntgegeben.


Diversity! Ein Jugendtraining

(Förderverein der Fritz-Winter Gesamtschule)

Im Rahmen der Projektwoche vom 18.11.2019 bis zum 22.11.2019 haben Schüler*innen die Möglichkeit, an einem Diversity-Training teilzunehmen. Ziel des Diversity-Trainings ist es, den Schüler*innen vor Augen zu führen, wie Diskriminierungsprozesse auf gesellschaftlicher und individueller Ebene entstehen. Die Teilnehmenden lernen, wie sie auf diese Diskriminierungs- und Ausgrenzungsprozesse reagieren können. Das Training regt die Jugendlichen zur eigenen Selbstreflexion über ihr Verhalten an.


Graffiti - junge Kunst in Ahlen

(Forum gegen Armut e.V.)

Im Rahmen des Projekts können junge Menschen Graffiti-Malerei ausprobieren. Vorab setzen sie sich mit demokratischen Themen auseinander: Was ist Demokratie und was bedeutet diese für das Zusammenleben der Menschen? Was sind demokratische Werte? Wie zeichnen sich diese im Alltag aus? Im Anschluss daran erarbeiten sie ein gemeinsames Design mit einem professionellem Graffiti-Künstler, das auf einer Mauer im Stadtbezirk zu sehen sein wird.


Was konnten Sie tun? Der lange Weg des Widerstands im dritten Reich um Claus Schenk von Graf von Stauffenberg

(Deutscher Gewerkschaftsbund Kreis Warendorf)

Vom 22.07.2019 bis zum 02.08.2019 ist die Ausstellung „Was konnten Sie tun? Widerstand gegen den Nationalsozialismus von 1939 - 1945“ in der Lohnhalle der Zeche Ahlen aufgestellt. Die Ausstellung zeigt die Geschichten von 24 Widerstandskämpferinnen und Kämpfer, die sich auf unterschiedlichste Art und Weise gegen das NS-Regime widersetzt haben. Die Folge ihrer mutigen Handlungen war in vielen Fällen ihre Ermordung durch die NationalsozialistInnen.

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung findet am 20. Juli 2019, 75 Jahre nach dem gescheiterten Attentat von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, von 10:00 Uhr bis 12:30 Uhr eine Diskussionsveranstaltung in der Lohnhalle mit den Referenten Manfred Kreutz und Reinhard Baldauf statt. Insbesondere der Bezug des Themas Widerstand zur Gegenwart wird eine Rolle spielen. Nähere Informationen finden Sie in der Rubrik Veranstaltungen.


Jugendforum:

Geförderte Projekte:


Schattenspiel und Rezitation - deutsche Balladenklassiker
(Förderverein der Städtischen Sekundarschule)

Die Schüler*innen der 7. Klasse der Sekundarschule Ahlen haben am 07.02.2019 ein Schattenspiel gesehen. Anhand dieses Schattenspiels wurden grundlegende demokratische Werte aufgegriffen sowie sich mit den Themen Freundschaft, Zivilcourage, Gerechtigkeit und Frieden auseinandergesetzt.


Das Body + Grips Mobil
(Förderverein der Overbergschule)

Die Schüler*nnen der Overbergschule Ahlen durchliefen am 29.04.2019 insgesamt 18 Stationen im Rahmen des Body + Grips Mobils in der Turnhalle. Anhand der 18 Stationen setzten sie sich auf interaktive Art und Weise beispielsweise mit den Themengebieten soziales Miteinander, Ich + du, Sucht, Sexualität, seelische Gesundheit, Ernährung und vielen weiteren auseinander.


Gefahren des Rechtspopulismus
(Förderverein der Gesamtschule)

Im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit war Olaf Sundermeyer zu Gast in der Gesamtschule. Sundermeyer wies in einem zweistündigen Vortrag mit anschließender Diskussion im Forum der Schule auf die Gefahren rechtspopulistischer Tendenzen und auf ihre Folgen für das gesellschaftliche demokratische Zusammenleben hin. Der Referent kennt sich mit rechtspopulistischen Strukturen aus und erläuterte den Schüler*innen, anschaulich, warum rechtspopulistische Aussagen immer stärker auf die breite Zustimmung der Gesellschaft treffen und wie diesen allgegenwärtigen Tendenzen entgegengewirkt werden kann.


Podiumsdiskussion: "Weltmacht mit drei Buchstaben? ICH! Was kann ich für die Demokratie tun?"
(Ortsverein AWO Ahlen)

Am 3. Juni fand die zweite Auflage der Podiumsdiskussion in der Aula des Städtischen Gymnasiums statt. Alle Bürger*innen waren herzlich eingeladen, darüber zu diskutieren, welchen Beitrag jede*r einzelne*r Bürger*in leisten kann, um das demokratische Miteinander zu stärken. Erneut moderierte Thomas Philipzen, bekannt durch das STORNO-Trio und durch Philipzens "(R)Auszeit" im WDR, die ca. zweistündige Veranstaltung. Insbesondere junge Menschen sollten begeistert werden, sich aktiv für die Demokratie einzusetzen. Dementsprechend waren auf dem Podium unter anderem auch zwei Schüler*innen des Städtischen Gymnasiums vertreten.


Eigene Projekte:

Klassenzimmertheaterstück "Klassenkampf"
(in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie leben Herten und dem Emscherblut-Theater)

Im Jahr 1919 durften Frauen das erste Mal offiziell wählen gehen. Dieses wichtige Jahresereignis im Kampf um die Geschlechtergleichheit hat sich das Jugendforum in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie in Herten zum Anlass genommen, um weiterhin für die Gleichheit der Geschlechter ein Zeichen zu setzen. Gemeinsam mit den Theaterpädagoginnen Linda Heberling und Desiree Krüger vom Emscherblut Theater ist ein ca. 15- bis 30-minütiges Klassenzimmertheaterstück konzipiert worden. In diesem Theaterstück sind die Schwestern Marie Juchacz und Elisabeth Röhl, Revolutionärinnen im Kampf um die Geschlechtergerechtigkeit, in die weiterführenden Schulen Ahlens zurückgekehrt, um den jungen Menschen durch einen Einblick in die letzten 100 Jahre aufzuzeigen, wie Schritt für Schritt das weibliche Geschlecht an Rechten dazugewonnen hat. Außerdem appellieren die Schwestern an die Schüler*innen, wählen zu gehen und sich für das einzusetzen, was ihnen wichtig ist. Am 26.05.2019 steht die Europa Wahl an. Dass es sich lohnt, hier zu wählen, haben die Schülerinnen und Schüler durch das Stück hautnah erlebt.

Bislang war das Stück am Städtischen Gymnasium und am Berufskolleg St. Michael. Falls weitere Schulen Interesse daran haben, das Theaterstück ihren Schüler*innen zu zeigen, können diese sich gerne mit der Fach- und Koordinierungsstelle in Verbindung setzen.


Vortrag zum Themengebiet "Rechte Musik"

Rechtsrock ist in den letzten Jahren vermehrt zum Thema geworden. Seien es Festivals mit vielen tausend Teilnehmer*innen wie zum Beispiel 2017 in Themar und 2018 in Ostritz oder diskret organisierte Konzerte, die in ganz Nordrhein-Westfalen, aber auch hier in Hamm stattfinden. Neonazistische Musik befindet sich wieder im Aufwind. Sie vermittelt die Ideologie, sorgt für den Zusammenhalt, bietet Unterhaltungsmöglichkeiten und spült Geld in die Kasse der Szene ein. Der Referent und Rechtsrockexperte Jan Raabe hat im Rahmen eines Vortrags Musik und Zusammenhänge der rechten Musik, ebenso wie die Dimensionen an Bands, Konzerten und Liederabenden, dargestellt. Es wurden sowohl neue überregionale Entwicklungen als auch die lokale Rechtsrockszene in Hamm vorgestellt und analysiert. Im Anschluss daran hat das Jugendforum der Partnerschaft für Demokratie zur Diskussion eingeladen.

Demokratie Leben! - Ahlen - "Eine Idee vom Glück"! wwnwj

Wie Sie uns erreichen können:

Wir stehen für Fragen und Antworten zu
folgenden Sprechzeiten zur Verfügung:  

Fach- und Koordinierungsstelle
Lisa Kalendruschat:

Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag: 8:30 Uhr - 16:00 Uhr
Mittwoch: 8:30 Uhr - 12:00 Uhr
E-Mail: kalendruschatl@Stadt.Ahlen.de
Tel.: 02382/59765





 

Federführendes Amt
Manfred Kehr:

Montag, Dienstag, Donnerstag: 8:30 Uhr - 16:00 Uhr
E-Mail: kehrm@Stadt.Ahlen.de
Tel.: 02382/ 59567

 






   

   

Rechtliches